Papierkunst
Imelda Grisch schneidet ihre Papierbilder mit einer feinen Schere oder mit dem Cutter. Sie verwendet verschiedene Papiere, die sie selbst einfärbt.


1983 - 1998:
Während fünfzehn Jahren hat Imelda Grisch sehr traditionell gearbeitet, im Sinne des klassischen Schweizer Scherenschnittes.


1998 - 1999:
Danach schnitt sie ausschliesslich Bäume, diese allerdings in verschiedensten Variationen. Das Format der Bilder wurde grösser, die einstige Symmetrie, als Resultat der gefalteten Schneidetechnik, wurde immer nebensächlicher. Die kunstvollen Umrandungen wurden schliesslich ganz weggelassen. Die grafische Gestaltung gewann immer mehr an Bedeutung.


2000 - 2004:
Imelda Grisch hat die Tradition hinter sich gelassen. Ihre Vorliebe gilt dem Experimentieren. Sie entwickelte ihre eigenständigen "Menschenbaum-Bilder", die in der Schweizer Scherenschnittkunst ihr ganz persönliches Markenzeichen sind.
Imelda Grisch arbeitet mit einfachen Grundformen, sie geht den Weg der Reduktion. Es entstehen Werke aus Spiralformen, wunderschönen Farben und eleganten Bewegungen. Die Bilder strahlen grosse Leichtigkeit und sprudelnde Lebensfreude aus. Grisch’s Menschenbäume sind tiefgründige Sinnbilder für das menschliche Leben.

Im Mittelpunkt der Bilder stehen in Schwarz geschnittene, sehr einfache Figuren, die einzeln, als Paar oder in Gruppen auftreten und tanzen, springen, sich umschlingen, sich strecken, sich ducken, schweben, flüchten... Ein wichtiges Element in den Bildern sind die äusserst intensiven Farben. Die selbst eingefärbten einfarbigen Flächen sollen die symbolische Bildaussage unterstützen. Als einziges Gestaltungselement bedient sich die Künstlerin der Spirale. Diese einzige Form genügt ihr für die Schaffung ihrer Papierschnittbilder. Jede der vielen hundert Spiralen wird einzeln mit der Schere geschnitten und dann nur punktuell aufs Papier geklebt, so dass sich eine interessante Tiefenwirkung ergibt.


Ab 2006:
Es entstehen völlig abstrakt geschnittene Bilder, grösstenteils aus rot eingefärbtem Papier. Imelda Grisch beschränkt sich nur noch auf Formen und Farben. Es werden hunderte oder tausende kleinste und grössere Kreise, runde Flächen und Spiralen einzeln geschnitten und dann neben- oder übereinander zu Mustern geklebt.


Ab 2007:
Imelda Grisch färbt feste Papiere ein, ritzt, schneidet und faltet sie. Es entstehen dreidimensionale Werke, in klaren, einfachen Formen und vielfältigen Perspektiven.


Ab 2009:
Imelda Grisch arbeitet nur noch mit Papierstreifen. Die Streifen werden so platziert, dass ein Schattenspiel entsteht. Das gibt den Bildern eine eigene Dynamik.


Ab 2017:
Aus Papierstreifen werden Buchstaben, Wörter, Sätze geformt. Es entstehen dreidimensionale meist weisse Werke mit interessanten Schattenbildungen.